Bei Nachbarn zum Beratungssingen…
Foto Dieter Klein

Bis zum nächsten Jahr wollte der Schubert-Chor Rheine nicht mehr warten, um dann im eigenen Sängerkreis Nordwestfalen an einem Beratungssingen teilnehmen zu können. Er holte sich am 30.9.  bei einer entsprechenden Veranstaltung unseres benachbarten Sängerkreises Westmünsterland in Appelhülsen eine Beurteilung und Beratung zur besseren Selbsteinschätzung seines Könnens und seiner Verbesserungsmöglichkeiten durch zwei Fachberater des Chorverbandes: Willi Kastenholz aus Köln und Winne Voget aus Münster.

Letzterer den meisten besser bekannt als einer der fünf „Sechszylinder“… Bis zur Besprechungspause blieb im Chor die innere Unruhe, in welchen Punkten wohl eine erbrachte Leistung anerkannt und welche Punkte als verbesserungswürdig aufgelistet werden würden.

Vorher ging’s erst einmal in der guten Stube Appelhülsens, dem Frenkingshof, als vierter Chor auf die Bühne und mit der nötigen, aber unauffälligen Anspannung wurde das erste Lied vorgetragen: „Es fiel ein Reif“ von Mendelssohn.

Dem folgte nach einer kleinen Pause als zweites Lied „Mailied“ aus demselben Liederzyklus „Im Freien zu singen“.

Schließlich – nach einer weiteren kleinen Vortragspause für die Notizen der Berater – trug der Schubert Chor seine Interpretation des „Dankliedes“ von Joseph Haydn vor und beeindruckte zumindest erst einmal die Zuhörer im Saal, die beim Abgang von der Bühne – teils sogar durch Zuruf – ihrer Anerkennung Ausdruck verliehen!

Da vor der Beratungspause durch die Experten noch ein weiterer Chor sang und ein Chor in der Beratung vor ihnen zur Besprechung geladen war, mussten sich die Rheinenser noch ein wenig in Geduld fassen.

Wie jeder Chor bei einer solchen Veranstaltung schwankt die Selbsteinschätzung immer zwischen einer gewissen Zufriedenheit und Unzufriedenheit: jeder weiß, wo es noch ein Quentchen präziser im Einsatz oder in der dynamischen Entwicklung hätte sein können, wo der Klang um eine Spur unsauber blieb etc.

Die Berater stellten dann zunächst klar, dass sie angetan waren von einer „überzeugenden Leistung“ des Chores. Formulierungen wie „ein Klasse Chor“, „prima Outfit“, „freundlich-einladendes Erscheinungsbild vom ersten Moment an“ vertrieben die ängstliche Erwartung und öffneten die Choristen und ihre junge Leiterin Linde Müller-Blaak aus Gildehaus für die Anregungen zu Verbesserungsmöglichkeiten durch die gestandenen Chorberater. Zum Abschluss wiesen Willi Kastenholz und Winne Voget darauf hin, dass die angemerkten Vorschläge zur weiteren Leistungssteigerung nicht missverstanden werden dürften: der Chor sei schon auf einem hohen Niveau. Er solle gelassen weiterarbeiten und sich ruhig auch an Leistungssingen beteiligen.

Und darauf wollen sich die Chormitglieder jetzt intensiv vorbereiten und vielleicht schon im nächsten Jahr um den Titel „Leistungschor“ bemühen. Dabei sind sie offen für weitere interessierte Sänger/innen, die sich ebenfalls diesen Aufgaben widmen wollen.

Sicher werden sie sich 2013 auch beim Beratungssingen des eigenen Sängerkreises Nordwestfalen am 10. November in der Gempthalle in Lengerich dem Publikum und Beratern wieder vorstellen.

2014 findet in der heimischen Stadthalle Rheine wieder das große Leistungssingen des Chorverbandes NRW um die Titel „Leistungschor“ und „Konzertchor“ (27./28. September) statt, das der eigene Sängerkreis ausrichtet.

Bei Nachbarn zum Beratungssingen…

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