Nein, nicht als direktes Mittel, aber als Mittel zum Zweck „Bekämpfung von Not“ kann Musik wirken.

Darum hatten sich aus der Arbeitsgemeinschaft Rheiner Chöre sechs  Chöre zusammengetan, um am 4. Advent in der vollständig gefüllten St. Josef-Kirche den Zuhörern ein vielfältiges und hochwertiges Konzert zu bieten.

Die „Chorgemeinschaft Dorenkamp“ eröffnete den Reigen, gefolgt vom „Frauenchor Rheine“. Der „MC Sängerlust“ wurde vom „Mesumer Frauenchor“ abgelöst. Der „Schubert-Chor Rheine“ folgte vor dem Schlusschor „Soalbate   Vier Stimmen –  ein Chor“.
Jeder Chor brachte unterschiedliche Musik mit, die die Zuhörer erfreute; a-capella-Gesang und begleiteter Gesang, Chorstücke mit und ohne Solisten, alle zusammen Musik aus allen Jahrhunderten seit dem Mittelalter. Wenigstens 4 Stücke hatte jeder Chor vorgetragen – und langweilig wurde es in keinem Fall!

Für die Sangesgeschwister war es natürlich spannend, wie viel die Zuhörer wohl für die „Rheiner Tafel“ locker machen würden, denn der Erlös einer Hutsammlung am Schluss war zur Unterstützung der „Rheiner Tafel“ bestimmt. Allen war klar, dass nur mit zufriedenen Zuhörern auch die Sammelkasse für den guten Zweck anständig gefüllt werden könnte.

Am 10. Januar war dann Bescherung im Sozialkaufhaus der Caritas Rheine.

Veronika Fühner als Leiterin der „Arbeitsgemeinschaft Rheiner Chöre“ überreichte Dieter Fühner – nicht verwandt oder verschwägert – einen symbolischen Scheck über 2090,26 € im Sozialkaufhaus „Brauchbar und Co“. Vertreter aller 6 Chöre begleiteten sie.

 

Caritas-Vorstand Dieter Fühner hatte Herrn Ludger Schulten, Fachbereichsleiter Existenzsichernde Hilfen im Sozialkaufhaus, und Herrn Wiers als Vertreter der fast 100 ehrenamtlichen Mitarbeiter der Rheiner Tafel gebeten, die Arbeit des Sozialkaufhauses zu beschreiben.

„Werktags gegen 8 Uhr beginnen die Aktivitäten im Caritas-Sozialkaufhaus Brauchbar & Co. Verschiedene Fahrzeuge beginnen ihre tägliche Tour, um Möbel, gespendete Kleidung und Lebensmittel aus dem Dekanat Rheine einzusammeln oder zu den Kunden zu bringen.

Dienstags und freitags wird es im Caritas-Sozialkaufhaus besonders voll, denn dann sind die Öffnungszeiten der Rheiner Tafel. Über 200 Kunden kommen zu jeder Öffnungszeit. Für zwei Euro bekommen sie einen Korb voller Lebensmittel mit höherem Wert.

Über 1000 Haushalte haben sich inzwischen bei der Rheiner Tafel als Kunden registrieren lassen, weil ihr Einkommen so gering ist, dass sie nur mit dieser günstigen Einkaufsmöglichkeit mit ihrem Geld auskommen.

Damit diese Menschen vor Ort Unterstützung bekommen, dafür gibt es eine breite Unterstützung in der gesamten Bevölkerung. Speerspitze dieser breiten Solidaritätsbewegung sind die rund 90 Ehrenamtlichen im Sozialkaufhaus. Sie alle engagieren sich wöchentlich und sind das Rückgrat von Brauchbar & Co. ohne deren Hilfe das Angebot des Sozialkaufhauses nicht denkbar wäre.“

Detailliert beschrieb Herr Tiers auch, wie darauf geachtet wird, dass streng darauf geachtet wird, dass nur Bedürftige die Lebensmittelkörbe erhalten, und jeder etwa das Gleiche erhält. Dazu hat sich bundesweit bei den „Tafeln“ ein System bewährt, das mit gutem Erfolg auch in Rheine angewandt wird.

Abschließend zeigten die Verantwortlichen den Bereich der Lebensmittelausgabe und veranschaulichten augenfällig das System der Gleichbehandlung. Alle Chorvertreter drückten ihre Betroffenheit über die Notwendigkeit solcher Hilfsangebote einerseits und ihre Freude andererseits aus, dass ihre Chöre mit dazu beigetragen haben, dass diese sinnvolle Arbeit fortgesetzt werden kann: Musik gegen Not!

 

 

Musik gegen Not

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