Zwangspause im Vereinsleben trifft Setteler Chor heftig

Kein Plattdeutsches Theater – Keine Chorproben – Keine Konzerte

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie für das Vereinsleben sind in ihrer Gänze überhaupt noch nicht abzuschätzen. „So eine Situation ist für uns alle völliges Neuland und wird mit Sicherheit ihre Spuren hinterlassen“, sagt der Vorsitzende Ralf Krumme vom MGV „Heimatklang“ Settel. Die Krise trifft uns besonders hart, denn wir mussten drei ausverkaufte Aufführungen des Plattdeutschen Theaterstückes „Oll wä Schwien hatt“ in der Gempt-Halle, das Konzert „Deutsche Pophits“ des Kleinen Chores am 10. September, unser besonders urig geplantes 50. Setteler Bierfassrollen im August und natürlich die Chorproben für das Chorkonzert im Frühjahr 2021 absagen. Insbesondere der Ausfall der Theatervorstellungen mit den dafür entstandenen Kosten für die Gempt-Halle, die Ton- und Lichttechnik und Werbekosten reißen ein großes Loch in die Vereinskasse. Vom Arbeitsaufwand für den Bühnenauf- und Abbau und Bestuhlung mal ganz abgesehen. Da kein Ende der Pandemie absehbar ist, musste der MGV-Vorstand in Abstimmung mit der Gempt-Halle nun auch die bereits geplanten Ersatztermine der Aufführungen am 27./.28./29. Oktober absagen. „Es tut uns sehr leid für alle Theaterfreunde und auch für unsere engagierten Laienspieler“, bedauert Spielleiter Hartwig Nüßmeyer und teilt mit: „Wir verschieben das Theaterstück nun komplett ins Frühjahr des nächsten turnusgemäßen Spieljahres 2022“ Alle bereits erworbenen Eintrittskarten behalten dafür ihre Gültigkeit und können terminlich untereinander getauscht werden. Der Kartenvorverkauf startet dann im Dezember 2021 komplett neu. Karten, die nicht mehr in Anspruch genommen werden, können bis zum 30. September per Post unter Angabe der Konto-IBAN zwecks Erstattung an Walter Schallenberg, Rethstr. 38, 49525 Lengerich, (Tel. 05481-997785) zurückgeschickt werden. Er gibt auch Auskünfte zu Kartenbestellungen.

Sowohl die Sänger des MGV „Heimatklang“ als auch die Mitglieder des Kleinen Chores haben seit Anfang März keine Chorprobe mehr durchgeführt. „Solange kein Impfstoff vorhanden ist, wird Chorgesang in der gewohnten Probenform nicht möglich sein“, stellt Chorleiter Andreas Oeljeklaus nüchtern fest. Und auch Vereinswirtin Christa Stöppel vom Gasthaus Beumer-Stöppel, wo die „Heimatklang-Sänger“ seit ihrer Gründung im Jahr 1926 ununterbrochen proben, beklagt: „Ihr fehlt mir montags schon sehr – so eine lange Zeit ohne Gesang hab ich hier noch nie erlebt“. Aus Altersgründen hat sie jetzt die Gaststätte an ihre Tochter Astrid Kahmann übergeben, wird aber weiterhin für ihre treuen Sänger hinter der Theke stehen. Wie die Auswirkungen nach Ende der Pandemie aussehen werden, mag Vorsitzender Krumme aktuell nicht einzuschätzen. „Da wir ein sehr intensives Vereinsleben pflegen und viele Mitglieder auch privat befreundet sind und sich zwischenzeitlich zu Aktionen und Radtouren treffen, bin ich doch sehr zuversichtlich, dass uns ein reibungsloser Neustart gelingen wird. Schließlich brennen alle auf ein Wiedersehen mit ihren Sangesfreunden“. Und auch Chorleiter Andreas Oeljeklaus ist sich sicher: „Gegen das Singen im Chor hat das Virus auf Dauer keine Chance“. Alle Informationen findet man auch unter www.mgv-settel.de

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